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Nachhaltigkeit im Büro

Nachhaltiges Büro außen

Die Nachhaltigkeit festigt sich endlich zunehmend in unseren Köpfen. 

Ein nachhaltiger und umweltbewusste Umgang in allen Branchen gewinnt immer mehr an Bedeutung. Die Schaffung eines nachhaltigen Bürogebäudes ist dabei notwendiger denn je. Büros stellen einen essenziellen Bestandteil unserer Gebäudelandschaft dar. Die Revolution des nachhaltigen Bauens gewinnt mehr und mehr an Fahrt. Die Gefahren des Klimawandels sind gut dokumentiert. Unsere Gesellschaft legt großen Wert auf die Unterstützung einer umweltfreundlichen Umgebung.

In diesem Beitrag finden Sie eine essenzielle Auflistung der wesentlichsten Punkte eines nachhaltigen Büros – vom Gebäude außen bis hin zu nachhaltigem Bürobedarf. 

  1. Green Building

  2. Beim Green Building, oder zu Deutsch "Grüne Bauweise", verwendet man ökologisch unbedenkliche, nachhaltige und emissionsarme Baustoffe. Durch Umweltproduktdeklarationen (EPD) werden quantifizierte Umweltinformationen über den Lebenszyklus eines Produkts geliefert, um Vergleiche zwischen Produkten mit gleicher Funktion zu ermöglichen. Eine EPD basiert auf unabhängig verifizierten Daten aus Ökobilanzen, Bestandsbilanzen oder Informationsmodulen, die der Normenreihe ISO 14040 entsprechen. Die drei größten Umweltkennzeichen für Green Building sind das BREEAM (Building Research Establishment Environmental Assessment Method), das das US-amerikanische System LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) sowie die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB). Alle drei liefern ausführliche Informationen über Begrünungsmöglichkeiten sowie deren Zertifizierung.

  3. Gebäudebegrünung

  4. Unter Gebäudebegrünung versteht man das Setzen von Pflanzen direkt außen am Gebäude. Diese werden nicht nur zur Verarbeitung von CO² genutzt, sondern verschönern zudem auch den grauen Beton oder Ziegelwände. Bei der Gebäudebegrünung unterscheidet man grundsätzlich drei verschiedene Varianten:
    1. Fassadenbegrünung:

    2. Hier werde in erster Linie Kletterpflanzen wie Kletterhortensie oder Veitschii genutzt. Diese klettern entweder direkt an der Fassade oder an eigens angebrachten Klettergerüsten oder Seilwerken an der Gebäudefassade sekret entlang.
    3. Dachbegrünung:

    4. Bei der Dachbegrünung werden, wie der Name bereits zu erkennen gibt, pflanzen auf das Dach gesetzt. Dies hilft gegen Hitzebildung im Dachgeschoss und speichert zudem die Feuchtigkeit. Oft bietet diese Begrünung auch zusätzlichen, nachhaltigen Lebensraum für Tiere. Begrünt werden kann hier entweder die gesamte Dachfläche oder auch nur ein Teilbereich, sodass der verbleibende Bereich, insbesondere bei Flachdächern, noch genutzt werden kann. So entsteht ein Garten auf dem Dach.
    5. Innenhofbegrünung:

    6. Ein begrünter Innenhof bietet Erholung für alle Bewohner und Gäste. Hier können nicht nur Kletter- oder Zierpflanzen genutzt werden, sondern auch Gemüse oder Obst angebaut werden. So entsteht ein weiterer Nutzen für die Umwelt
    Die Einsatzbereich der Gebäudebegrünung sind wie sich zeigt sehr vielseitig und bringen neben der CO² Bilanz auch eine ganze Reihe anderer Vorteile. In vielen Städten werden sogar Förderungen für derartige Lösungen angeboten. Eine kurze Recherche kann sich hier schnell lohnen.

  5. Nachhaltige Vermeidung / Reduktion

  6. Viele springen beim Thema Nachhaltigkeit sofort zum Recyclen. Viel wichtiger ist jedoch die ganzheitliche Vermeidung oder zumindest teilweise Reduktion der Verbrauchsmaterialien. Wie lässt sich der Verbrauch von Materialien verringen? Nachfolgend eine kurze Auflistung der essenziellsten Maßnahmen:
    1. Verwendung von langlebigen Produkten

    2. Durch den bewussten Kauf von langlebigen Produkten, wird die Anschaffung eines neuen Gerätes verzögert. Dadurch werden über Zeit weniger Ressourcen eingesetzt und der CO² Abdruck nachhaltig reduziert. Langlebiger Bürobedarf geht oft einher mit einer höheren Produktqualität. Somit bereitet auch der Umgang mit dem Produkt oft mehr Freude, denn das Ärgernis eines ständig defekten Gerätes bleibt aus.
    3. Automatische Elektrik

    4. Verwenden Sie "smarte" elektrische Geräte, um Strom zu sparen. Hierzu zählen etwa Beleuchtungen mit Bewegungssensoren, die sich nach einer gewissen Zeit selbst ausschalten. In Bürogebäuden fließt in der Regel 45% der Stromkosten in die Beleuchtung der Räumlichkeiten.
      Große Ersparnisse erzielen Sie ebenso mit automatischen Klimaanlagen. Diese kühlen nie mehr als nötig. Durch eine entsprechende Programmierung schalten diese nach Feierabend ab und ruhen bis zum Morgen des nächsten Arbeitstags. Die Faustformel sagt, dass 1,0 % pro Grad Celsius, welches nicht mehr gekühlt werden muss, eingespart werden kann.
    5. Nicht benötigte Geräte abschalten

    6. Schalten Sie nicht benötigte Geräte konsequent ab. Die gestiegenen Energiekosten machen dies auch wirtschaftlich schnell interessant. Den größten Anteil tragen hier wohl nachts aktive Computer. Schalten Sie diese aus, sobald Sie Feierabend machen. Tun Sie nach Möglichkeit dasselbe mit Ihren Druckern und der Kaffeemaschine.
      Haben Sie mehrere Mitarbeiter oder ganze Abteilungen sollten Sie ein entsprechendes Verhalten auch fördern: Ernennen Sie zum Beispiel einen Verantwortlichen, der kurz nach Feierabend eine Kontrollrunde dreht. Schneller zum Erfolg führt hier aber oft eine belohnende Strategie: Zahlen Sie Boni an die besten Sparer aus. Diese Investition wird sich schnell lohnen.
    7. Nachhaltige & multifunktionelle Geräte

    8. Verwenden Sie wo möglich all-in-one Geräte. Scanner, Drucker und Fax sind wohl das beste Beispiel eines kombinierten Gerätes. Kaum jemand kauft diese heutzutage noch separat. Die reduzierte Verfügbarkeit des Gerätes - es kann jeweils nur von einem Mitarbeiter zur selben Zeit benutzt werden - führt zudem nachweislich dazu das Ihre Mitarbeiter das Gerät auch wirklich nur dann benutzen, wenn diese dieses auch wirklich benötigen.
    9. Drucken Sie nur Notwendigstes

    10. Bäume wachsen zwar nach, der Waldbestand nimmt jedoch drastisch ab. Die Produktion von Kopierpapier trägt hier daran ebenso ihren Teil dazu bei. Drucken Sie daher nur was auch wirklich in Papierform nötig ist. Eine Maßnahme die großen Einfluss auf diesen Papierverbrauch hat ist die Digitalisierung Ihrer internen Prozesse. Dokumente können so zudem auch einfacher und schneller versendet und abgelegt werden.
      Setzen des Weiteren auf eine digitale Signatur - insbesondere bei sehr langen Verträgen oder Dokumenten. Der Papierverbrauch kann hier auch deutlich eingespart werden.
      Eine weitere Maßnahme ist der digitale Versand bzw. Erhalt von Rechnungen: Kontaktieren Sie Ihre Lieferanten und bitten Sie diese um den Eingang von Rechnungen etwa per E-Mail an eine zentrale Eingangsstelle. Auch bei Ihren Kunden ist eine Kontaktaufnahme vorab notwendig, denn der Versand von Ausgangsrechnungen per E-Mail erfordert die vorhergehende Zustimmung des Empfängers. Fragen Sie daher am besten bereits bei Verkaufsabschluss, ob ein digitaler Versand der Rechnung akzeptiert wird. Selbst bei kleineren Unternehmen kann hier oft sehr viel eingespart werden.
      Sollte kein Weg an einem Ausdruck vorbei führen, gibt es immer noch ein Möglichkeit der Vermeidung: Drucken Sie die Unterlage beidseitig. Auf diese Weise können Sie ganz einfach die Hälfte des nötigen Papiers einsparen und dies, ohne jegliche Nachteile hinnehmen zu müssen.
  7. Wiederverwendung / Reusing

  8. Sie können nachhaltig weniger Abfall erzeugen, indem Sie Dinge ein zweites oder drittes Mal wiederverwenden. Sobald eine Sache oder ein Produkt existiert, kann die Gesamtsumme aller Energie, die zur Herstellung dieses Gegenstands aufgewendet wurde, als „verkörperte Energie“ angesehen werden. Indem Sie sich dafür entscheiden, Artikel wiederzuverwenden oder wiederzuverwenden, sparen Sie die gesamte Energie, die für die Herstellung und Lieferung eines anderen Artikels erforderlich ist. Nachfolgend finden Sie unsere Lieblingstipps dazu:
    Wie oft passiert es im Büro, dass etwas gedruckt wird und der Fehler darauf wird erst danach erkannt? Bedenken Sie hier zuallererst die Verwendung eines Korrekturrollers. Sollte dies tatsächlich nicht möglich sein, verwenden Sie zumindest das Blatt als solches weiter - etwa als Notizzettel für Telefongespräche.
    Verwenden Sie alte Karton wieder für neue Lieferungen an Ihre Kunden oder Lieferanten. Sollte dies aus Gründen des Datenschutzes oder des Marketings nicht möglich, zerkleinern Sie Karton mit einer entsprechenden Wellpolstermaschine zu Verpackungsmaterial. So ersparen Sie sich nicht nur die Entsorgungskosten, sondern sparen auch beim Einkauf von Verpackungsmaterialien.

  9. Recycling

  10. Das Recycling ist wohl die bekannteste Maßnahme zur Reduzierung des CO² Abdrucks. Hierbei unterscheiden wir zwischen folgenden zwei Möglichkeiten.
    1. Kaufen Sie bereits recycelte Produkte

    2. Das bewusste Kaufen von recycelte oder teilweise recycelte Produkte gewinnt immer mehr an Bedeutung. Achten Sie dabei unbedingt auf eine entsprechende Kennzeichnung bzw. den Nachweis. Entsprechende Produkte finden sich oft im Papiersektor, wie etwa unsere Aktenhülle Printmappe, die zu einem großen Anteil aus recyceltem Material besteht.

      Welche Kennzeichnungen für recycelte Produkte gibt es?
    3. Recyclen Sie selbst

    4. Sorgen für die Verfügbarkeit von entsprechenden Entsorgungsmöglichkeiten im gesamten Betrieb. Bringen Sie entsprechendes Infomaterial an, um es Ihren Mitarbeitern zu erleichtern den entsprechenden Entsorgungsbehälter zuzuordnen. Auch regelmäßige Schulungen, insbesondere beim Einstieg ins Unternehmen, fördern ein entsprechendes Verhalten zum Recyceln.

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